Über das Projekt
Wer hier rechnet.
Balkonrechner ist ein Ein-Personen-Projekt aus Nürnberg — gestartet aus dem Ärger über Hersteller-Rechner, die mit Maximum-Werten werben und mit zu viel Eigenverbrauch rechnen. Hier soll stehen, was wirklich rauskommt.
Wer macht das
Robert Miller, Software-Entwickler aus Nürnberg. Kein Solar-Branchen-Hintergrund, keine Beteiligung an Hersteller- oder Installations-Firmen. Die Idee entstand 2025 beim eigenen Balkonkraftwerk-Kauf — aus dem Ärger über drei Hersteller-Rechner, die für dieselbe Konfiguration Amortisations-Zeiten zwischen 2,1 und 4,8 Jahren ausspuckten.
Der Unterschied lag nicht in der Physik, sondern in den Eigenverbrauchs-Annahmen. Einer rechnete mit 100 Prozent (jede Kilowattstunde landet im Haushalt), einer mit 85 Prozent, einer mit ungenannten Defaults. Das ist keine Berechnung — das ist Marketing mit Tabelle drumherum.
Balkonrechner ist die Antwort darauf: ein offener Rechner mit dokumentierten Annahmen, eine Handvoll Ratgeber zu den Fragen vor dem Kauf, transparente Quellen.
Wie das Modell rechnet
Drei Stufen: Physikalischer Ertrag aus PVGIS-Satellitendaten der EU-Kommission (8 760 Stundenwerte pro Jahr, standortgenau), Eigenverbrauch aus einer stundengenauen Simulation gegen das BDEW-H0-Lastprofil, Cashflow über 20 Jahre mit konservativen Defaults (Strompreis-Steigerung, Modul-Degradation, ein Speicher-Tausch nach 13 Jahren).
Jede Annahme ist auf der Methodik-Seite offengelegt — Verluste, Default-Werte, was wir nicht modellieren. Der Code, der die PVGIS-API aufruft, ist eine schlichte Server-Komponente; die Berechnung selbst ist deterministisch und reproduzierbar.
Wie wir uns finanzieren
Stand 29. April 2026 verdient Balkonrechner an dieser Seite nichts. Keine Affiliate-Partnerschaften, keine bezahlten Reviews, keine Hersteller-Beiträge, keine Werbung. Auch keine Sponsoring-Einnahmen, kein Newsletter-Verkauf an Dritte.
Sollten sich später Affiliate-Programme ergeben (Awin, Belboon und ähnliche), kennzeichnen wir die betroffenen Links transparent — das gehört zu jedem solchen Programm ohnehin dazu (Google verlangt seit 2019 rel="sponsored"). Der Aufbau der Empfehlungen folgt heute schon dem Prinzip, das auch dann gelten wird: Test-Daten und Service-Bilanz entscheiden die Reihenfolge, nicht Provisions-Höhe.
Der laufende Betrieb (Hosting im EU-Rechenzentrum, Domain, Daten-API-Pull) ist niedrig — derzeit ein Privat-Projekt.
Was wir nicht sind
Kein Vergleichsportal mit hunderten Sets — wir betrachten 13. Kein Magazin mit täglichen Artikeln — wir haben vier Ratgeber zu den Fragen vor dem Kauf, plus acht Standort-Profile. Keine Beratungs-Firma — wir verkaufen keine Beratung, keine Installation, keine Sets.
Was wir publizieren, ist ein Werkzeug zur eigenen Entscheidung — keine Empfehlung, ob du kaufen sollst. Die Daten machen den Vorschlag, du machst die Entscheidung.
Datenquellen
- [1] EU JRC PVGIS v5.3 — satellitenbasierte Solar-Einstrahlungs-Datenbank der Europäischen Kommission. Tagesgenaue Werte für ganz Europa, 2005 – 2021 als Basis-Periode.
- [2] HTW Berlin, Stromspeicher-Inspektion 2024 — empirische Eigenverbrauchs-Quoten für 800-Wp-Anlagen in deutschen Haushalten.
- [3] BDEW-H0-Standardlastprofil — parametrisches Tages- und Jahresmuster eines deutschen Durchschnitts-Haushalts. Im Modell für die Stunden-Simulation eigen-implementiert.
- [4] Solarpaket I (BGBl. 2024 I Nr. 145) — gesetzliche Grundlage für die Anschluss-Vereinfachungen seit 16. Mai 2024.
- [5] § 554 BGB / § 20 WEG — Mieter- Privilegierung seit 17. Oktober 2024 (Mieter-Ratgeber).
- [6] Stiftung Warentest 05/2025, Heise-Bestenliste — externe Test-Synthese für den Set-Ratgeber.
Kontakt
Korrekturen, Hinweise, Test-Ergebnisse aus der eigenen Anlage — gerne per Mail. Adresse im Impressum.
Wir antworten lieber auf substanzielle Mails (du hast einen Rechen-Fehler gefunden, einen Förder-Hinweis, eine bessere Quelle) als auf Kooperations-Anfragen.
Stand · 29. April 2026 · Geschrieben von der einzigen Person, die hier rechnet.